| Wünschenswert wäre das auch hier in Bielefeld |
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Anders, aber doch nicht fremd
Lezten habe ich einen interessanten Artikel gesehen und würde sagen, dass er es verdient auch auf unserer Homepage zu veröffentlichen, da er auch an seiner Aktuallität nicht abgenommen hat und wir uns als Yezidische Gemeinschaft und auch als LalishCenter wünschen würden so eine Art von Veranstaltung auch hier in Bielefeld durchzufürhren können!!
Also hier der interessante Artikel aus: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/emmerich/2009/2/13/news-110968011/detail.html
EMMERICH. Der Respekt ist ihr gemeinsames Fundament: Menschen islamischen, yezidischen und christlichen Glaubens leben in Emmerich zusammen, oft unwissend über die Religion ihrer Mitmenschen. Aufklären, zusammenführen und Gespräche anregen sollte die Podiumsdiskussion, die Manfred Lesaar vom „Haus der Familie” organisierte und moderierte. „Christen, Muslime, Yeziden: Fragen des Umgangs miteinander im Alltag“ lautete der Titel der Veranstaltung, die rund 20 Besucher in den Saal des HdF geführt hatte. Auf dem Podium nahmen die Yezidin Bahriye Altun, Diplom-Sozialpädagogin, Dr. Hans Vlaskamp, Leiter des katholischen Bildungswerks für den Kreis Kleve, und Hilmi Karagöz Platz. Karagöz hat 21 Jahre dem Türkisch-Islamischen Kulturverein Emmerich vorgestanden.
Gastfreunschaft hat hohen StellenwertSchnell wurde deutlich: So fremd, wie sich viele gegenüber andersgläubigen Menschen fühlen, sind sich die Religionen gar nicht. „Jeder wird im Islam grundsätzlich als ehrenvoller Mensch gesehen, ob Glaubensbruder oder nicht, unabhängig von Hautfarbe und Herkunft“, erklärte Hilmi Karagöz. „Der Respekt ist unser größter Wert.“ Vlaskamp stimmte dem zu: „Gottes- und Nächstenliebe werden im Christentum als höchster Wert angesehen.“ Bahriye Altun berichtete: „Im Yezidentum gibt es ein Kastensystem, vom Ur-Opa bis zum Kind. Jedem wird der respektvolle Umgang miteinander in die Wiege gelegt.“ Für Diskussionsstoff sollten fünf Themen sorgen, die Lesaar ausgearbeitet hatte: „Gastfreundschaft“, „Kleidung“, „Essen und Trinken“, „Mann und Frau“ sowie „Zusammenleben in Deutschland.“ Aus Zeitgründen konnten nur die ersten beiden behandelt werden.
Nicht in der Religion, vielmehr in der Kultur wurzelt die Gastfreundschaft in islamisch und yezidisch geprägten Ländern. Altun bestätigte dies: „Würden sie alle jetzt bei meiner Mutter vor der Türe stehen, jeder würde etwas zu Essen bekommen.“ In Deutschland sei das oft nicht der Fall. „Es gibt Termine und Unterschiede zwischen Bekannten, Freunden und der Familie.“ Dies sei in der Türkei anders. „Die gebende Hand ist immer höher als die nehmende Hand“, zitierte Karagöz ein Sprichwort. Bereits im Alten Testament stehe, dass man Fremde aufnehmen soll, so Vlaskamp. Jedoch bestand im Saal Einigkeit, dass dieser Aspekt der christlichen Religion oft nicht in die Kultur übergegangen ist. „Natürlich gibt es immer Ausnahmen“, stimmte Altun Stimmen aus dem Publikum zu: „Man darf nicht vergessen, dass Deutschland ein sehr demokratisches Land ist, in dem viele Ausländer, nicht ohne Grund, gerne leben.” Hasan Akbas, Vorstandsmitglied des Türkisch-Islamischen Kulturvereins, und Mustafa Özdemirel sahen ein Problem darin, dass „90% der Moslems ihre eigene Religion nicht richtig kennen“. Das führe oft zu Missverständnissen. „Im Koran wird eine friedliche Glaubensausübung vorgeschrieben und Gewalt verboten. Ebenso gibt es keine Zwänge.“ Ihr Admin Kommentare
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